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Frankenpolish ♥ 5 Gründe, warum Ihr Euren Nagellack selber mischen solltet

Vor Jahren gab es Blogs, die sich nur mit dem Thema Frankenpolish, also selbstgemischten Nagellacken, beschäftigen. In der Zwischenzeit scheint dieses “gute alte Handwerk” aber irgendwie aus der Mode gekommen zu sein, wie mir scheint. Ich habe das Franken aber wieder für mich entdeckt. Warum auch Ihr Euren Nagellack selber mischen solltet, verrate ich Euch heute.

Frankenpolish trend IT UP Tropic Chic

Es war im Juli 2017 und ich erfreute mich an der Tropic Chic Nagellackreihe von trend IT UP. Dieses feine, aber üppige Glitterfinish und diese kräftigen Farben hatten es mir einfach angetan und ich trage sie auch heute noch sehr, sehr gerne.

Was ich aber nicht verstehen konnte: warum gibt es kein Lila?! Findet Ihr nicht auch, dass ein Lila die Reihe komplettiert hätte? Aber dann fiel mir die Farbenlehre wieder ein und dass ich ja nur rot und blau mischen muss und dann hätte ich ja schon meinen lilanen Nagellack. Dazu fehlte mir aber eine leere Nagellackflasche, in die ich die Eigenkreation füllen wollte. Also kurzerhand bei Amazon bestellt und los ging der Spaß.

Frankenpolish Nagellack selber mischen

Das Mischen ist denkbar einfach: erst grob überlegen, wo man farblich hin will und die entsprechenden Nagellacke bereit stellen. Dann vorsichtig jeweils eine kleine Menge Nagellack in die leere Flasche füllen. Das ging einfacher als gedacht. Man muss ein wenig zielen, um die kleine Öffnung zu treffen Da Nagellack aber relativ zäh ist, brauchte ich keine Hilfsmittel wie Trichter oder so und eine Sauerei gab es auch nicht.

Beim Mischen sollte man es erst mal langsam angehen und sich vorsichtig an die Wunschfarbe herantasten. Denn wenn man merkt, dass z.B. noch ein Ticken roter Nagellack fehlt, sollte noch genug Platz in der Flasche sein. Außerdem lassen sich die unterschiedlichen Nagellackfarben besser in der Flasche vermischen, wenn sie nicht randvoll ist.

Als ich mit dem Mischen fertig und mit dem Lilaton zufrieden war, war ich fast ein bisschen enttäuscht. :D Denn es macht wahnsinnigen Spaß. “Da geht noch was” dachte ich und habe kurzerhand noch einen guten Schuss Glitterlack von Primark reingekippt. Der Lack war ein Fehlkauf, aber der Hologlitter ist hübsch. Und so findet er nun doch noch Verwendung.

Frankenpolish Nagellacke selber mischen

Das fertige Ergebnis seht Ihr hier. Wie gefällt Euch mein erster Frankenpolish? :)

Ich muss sagen, dass ich wirklich auf den Geschmack gekommen bin und kann Euch nur empfehlen, Eure Nagellacke auch mal selber zu mischen. Gründe dafür gibt es genug:

 

5 Gründe Nagellack selber zu mischen

1. Es macht Spaß!

Eigentlich wollte ich ja nur meinen lila Tropic Chic Nagellack, den ich so schmerzlich vermisst habe. Aber als ich mit dem einen Frankenpolish fertig war, habe ich sofort andere Kandidaten gesucht, die fürs Franken in Frage kamen. Es macht so unglaublich viel Spaß, sich an die persönliche Wunschfarbe heranzutesten und dabei zuzusehen, wie man dem Wunschergebnis immer näher kommt. Hiervon noch ein bisschen… und davon noch ein bisschen… Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

2. Ihr spart Geld

Kennt Ihr das? Oft entdeckt man ja einen Nagellack, den man schon ähnlich in der eigenen Sammlung hat. Und man kauft ihn trotzdem, weil er ja doch einen Hauch anders ist. Oder man ist auf der Suche nach dem perfekten Taubenblau, hat schon vier davon in der Sammlung, aber immer noch nicht den perfekten Ton gefunden. Wenn Ihr eine Nagellacksammlung hat, die ein einigermaßen großes Farbspektrum abdeckt, findet Ihr sicher Nagellacke darunter, aus denen Ihr Euch die Wunschfarbe mischen könnt. Spart Euch also das Geld für den Fertig-Nagellack und mischt Euch die Farbe einfach selbst.

3. garantierte Unikate

Eure Frankenpolishes sind garantierte Unikate und die Kombinationsmöglichkeiten unendlich. Ich bin auf zwei Frankenpolishes schon einige Male angesprochen worden. Und es ist toll, wenn man auf die Frage nach Marke und Namen sagen kann, dass man den Nagellack selbst gemischt hat. ;) Das sorgt definitiv für einen Überraschungsmoment und Gesprächsstoff. Ihr tragt nicht den einen bestimmten Nagellack aus der XY LE, den gerade alle tragen, sondern etwas ganz Eigenes und Individuelles.

4. Fehlkäufe nutzen

Der Klassiker: Der Nagellack gefiel Euch in der Flasche so gut, auf den Nägeln wirkt er aber viel dunkler. Mir ist das schon mehr als einmal passiert. Oder: Ihr bestellt einen Nagellack online, verlasst Euch auf Swatches, die sich im Nachhinein aber als nicht farbgetreu erweisen. Ihr wünscht Euch einen Nagellack heller, dunkler oder pinker. Oder Ihr habt die Vorstellung von einem koralligen Nagellack mit goldenem Schimmer im Kopf, alles was Ihr findet, trifft nicht Eure Vorstellung. Oder der Schimmer, der in der Flasche so toll zur Geltung kam, ist auf den Nägeln kaum zu sehen. Alles Fälle für die Frankenpolish-Praxis! Selbst Nagellacke, die Euch gar nicht gefallen, lassen sich durchs Franken immer noch verwerten. Man muss nur seine Phantasie und Kombinationsgabe einsetzen.

5. Resteverwertung

Das ist bei mir zugegebenermaßen nur Theorie, da ich kaum Nagellackflaschen mit Restmengen habe. ;) Aber bevor der letzte Rest eines Nagellack komplett eintrocknet und unbrauchbar wird, überlegt einfach, womit Ihr ihn kombinieren könnt. So nutzt Ihr jeden Nagellack bis zum letzten Tropfen und kreiert mit dem Rest einen neuen schönen Nagellack.

 

Was Ihr braucht:

Leere Nagellackflaschen – meine hübschen Exemplare in Herzform sind von Amazon. ♥ Ich dachte erst, dass sie mit 6 ml Fassungsvermögen zu klein sind. Auf Amazon gibt es auch größere Flaschen. Aber glaubt mir: die kleinen mit 6 ml reichen dicke! Lieber nur kleine Mengen mischen, die man in absehbarer Zeit auch aufbraucht. Die geleerten Flaschen kann man dann natürlich wieder verwenden.

Als meine Amazon-Flaschen ankamen und ich die struppigen Pinsel sah, schwante mir nichts Gutes. Aber wenn die Flasche mit Nagellack gefüllt ist, legen sich die Borsten. Das Lackieren funktioniert damit ganz wunderbar.

Ihr könnt natürlich auch die leeren Flaschen von aufgebrauchten Nagellacken, Base Coats oder Top Coats verwenden. Aber die muss man ja auch erst mal geleert haben. Und ganz ehrlich: als ich meinen ersten Nagellack gemischt hatte, hatte ich so einen Spaß daran, dass ich froh war, noch fünf weitere leere Flaschen zu haben und habe fröhlich weiter gemischt. :)

Stahlkugeln – man kööönnte auch auf die Stahlkugeln verzichten. Aber sie erleichtern das vollständige Vermischen der Nagellacke ungemein. Deswegen würde ich Euch auf jeden Fall dazu raten. Gerade, wenn Ihr auch Glitter in Euren selbstgemischten Nagellack gebt, werdet Ihr sehen, dass sich der Glitter viel leichter verteilt, wenn Ihr zwei Stahlkügelchen in die Flasche gegeben habt.

Das fertige Ergebnis seht Ihr hier. Wie gefällt Euch mein erster Frankenpolish?

Ich gehe mittlerweile an vielen Nagellack-LEs getrost vorbei oder nutze sie als Inspiration zum Selbermischen. Klappt nicht immer, aber sehr oft. ;)

Habt Ihr schon mal Nagellack selbst gemischt? Und würdet Ihr gerne meine anderen fünf Frankenpolishes sehen?

8 Kommentare

  • Früher, als ich Nagellacke geleert habe, die ich nicht besonders mochte, habe ich den Rest einfach “gefrankt”. Auch bei mir hat es irgendwann mal nachgelassen, was u.a. daran lag, dass die Konsistenz des neuen Nagellacks nicht optimal ist, die Leuchtkraft nur dann enthalten ist, wenn man durchsichtige knallige Basisfarben nimmt und ich die Frankensteins noch weniger gerne benutzt habe.
    Würde ich es wieder machen? Eher nicht. Ich kann mir nur noch das Mischen zwei ähnlicher halbleerer Nagellacke vorstellen, aber da ich eher zum dunkelbunt-gesättigtem Farbspektrum gehöre, sind die eher matschigen Frankenstein Kreationen hässlicher als ihre Originale xD Ich hab noch ein paar ungeliebte Nagellacke, aber nichts was ich damit zu einer tragbaren Farbe franken könnte. Oder was tut man schon mit minzgrün, beige-gold und silber?! Es mit einer Farbe verwurschteln, die man so gerne hat, dass man sie nicht leeren möchte?! Oder sollte man sich von solchen Farben nicht doch lieber trennen?

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